Das letzte Spiel der Saison bringt den Titel

Liebe Handballfreunde,

nun ist das letzte Spiel im Deutschen Handball gespielt und meine B-Jugend schließt die Runde mit der Deutschen Meisterschaft ab. Durch einen hart erkämpften Vergleich gegen unsere Freunde aus Flensburg ist es dem Verein gelungen, die achte Meisterschaft im siebten Jahr feiern zu können.

Mit Kevin Struck für den Bundesligakader, sowie Moritz Schade und Max Scheithauer (Dessau), Willy Weyhrauch (Eisenach) und Angelo Grunz (Essen) verlassen uns wieder vier Spieler Richtung Bundesliga, sodass wir dem Anspruch vollumfänglich gerecht geworden sind. Mit Dennis Schmöker und Matti Spengler suchen sich zwei Spieler neue Aufgaben, die uns über die letzten Jahre begleitet haben und die mit ihrem Verhalten Karrieren anderer überhaupt erst ermöglich haben. Ihnen gilt mein besonderer Dank für die Treue und den Fuchs im Herzen. Wenn man sich die Leistung unserer B-Jugend anschaut, so zeigt mir dies, dass wir auch für die nächsten Jahre ausreichend Potenzial für die Zukunft entwickeln können.

Jetzt aber zurück zu einem der spannendsten Finals der B-Jugendgeschichte. Zum Einen war es richtig, sich bei der B-Jugend von den Final Fours zu verabschieden und die Spiele wieder in die Hallen der beteiligten Clubs zu legen. Knapp über 4000 Zuschauer haben die Viertelfinals, Halbfinal- und Finalspiele meiner Jungs gesehen und damit auch hochklassigen Sport. Es hat riesen Spaß gemacht in Meißenheim, Zweibrücken und Flensburg jeweils vor vierstelliger Kulisse spielen zu können und zu sehen, mit wieviel Enthusiasmus solche Spiele gerade in nicht-Bundesliga Clubs zelebriert werden.

In Flensburg habe ich mich schon fast wie bei einem Bundesligaspiel gefühlt, was die Stimmung auf den Rängen anging. Es galt 50 Minuten den Druck seitens der Flensburger Bank und der Zuschauer auszuhalten und nicht die Ruhe zu verlieren. Die ständige Aufforderung an die Schiedsrichter zum Zeitspiel verfehlte ihre Wirkung nicht, sodass wir immer wieder zu schnellen Abschlüssen gedrängt wurden. Auch das Zeitstrafenverhältnis trug immer wieder zu einer gewissen Hektik bei. Flensburg kämpfte aufopferungsvoll und gestützt auf die beiden Jugendnationalspieler Johannes Jepsen und Jannek Klein, die fast noch die Wende brachten.

Für unsere Jungs waren die letzten Spiele ein unglaublicher Lerneffekt und ich bin mir sicher, dass wir daraus noch stärker werden und den Titel auch in der A-Jugend nächstes Jahr mit einem Großteil der Mannschaft verteidigen wollen.

Die nächste Kolumne erscheint als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele - ich wünsche so lange alles Gute und vielen von euch einen erholsamen Urlaub.

Ihr Bob Hanning