Bobs Kolumne
Die Veränderungen im DHB müssen vorangetrieben werden
Liebe Handballfreunde, nach gut fünf Wochen Pause und der Europameisterschaft in Serbien geht es...[mehr]
Eine Europameisterschaft mit Überraschungen und einem verdienten Sieger
Liebe Handballfreunde, mit dem Ende der Europameisterschaft wird es auch Zeit die Winterpause...[mehr]
Ein erfolgreiches Füchse-Jahr geht zuende - Spannung in der Liga
Liebe Handballfreunde,gestern Abend fanden die letzten Spiele der TOYOTA Handball-Bundesliga in...[mehr]
Bobs Welt
Bobs Kolumne
Die Jugendausbildung muss gefördert werden!
Liebe Handballfreunde,
nach der Europameisterschaft war sie wieder da und eigentlich beschäftigt sie uns laufend: die Diskussion über den hohen Anteil ausländischer Spieler in der Bundesliga und die Auswirkungen auf die deutsche Nationalmannschaft. Oft wird in dem Zusammenhang auch eine Quote für ausländische Spieler gefordert, wie es sie beispielsweise in der spanischen Liga gibt. Solch eine Quote würde aber nur Sinn machen, wenn sie sinnvoll umgesetzt wird und nicht zu größeren Kadern mit "Quoten-Deutschen" oder einer "Einwandererwelle" führt, beide Entwicklungen kann man in Spanien beobachten. Persönlich hätte ich mit solch einer Quote kein all zu großes Problem, für die meisten Bundesligisten hätte sie bei genauerer Betrachtung keine Auswirkung. Wir dürfen aber nicht vergessen, auch die vielen ausländischen Superstars sind das Salz in der Suppe und stehen für die Qualität der TOYOTA Handball-Bundesliga.
Sollten wir uns nicht viel eher fragen, wie wir die Entwicklung deutscher Nachwuchsspieler noch besser fördern können? Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan, keine Frage. Aber es gibt noch einige Ansatzpunkte, wo wir noch weiter nach vorn kommen können. Gerade im Umfeld der Bundesligisten ist in der Nachwuchsarbeit viel getan worden, die TOYOTA Handball-Bundesliga hat mit ihrem Jugendzertifikat einiges bewegt. Im nächsten Schritt sollten sich die Landesverbände und der Deutsche Handballbund, aber auch die Bundesliga enger abstimmen und sich koordinieren. Sinnvoll wäre beispielsweise eine viergleisige Bundesliga für A-Jugend-Teams, damit bekämen die Talente mehr Spiele auf höchstem Niveau und damit eine bessere Ausbildung.
Ein großes Problem sehe ich außerdem im Sprung von der A-Jugend in den Profibereich. Hier ist die Spanne einfach zu groß und wir müssen uns gemeinsam Gedanken machen, wie wir die Lücke schließen. Uns fehlt gewissermaßen ein Anschlusskader, der die Lücke zwischen A-Jugend und Profiteam schließt. Ein weiterer Ansatzpunkt wäre für mich die DHB-Rahmentrainingskonzeption. Die einheitliche Ausbildungsempfehlung für den Jugendbereich ist eine große Hilfe in der Ausbildung und auch die Entscheidung flexible Spieler auszubilden halte ich für richtig. Die Zeit der reinen Spezialisten ist vorbei und die in der Rahmentrainingskonzeption forcierte Manndeckung stärkt die Abwehr-Ausbildung. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir auch die großgewachsenen Rückraumshooter brauchen. Deren Ausbildung kommt durch die ausschließliche Manndeckung zu kurz, hier muss die Rahmentrainingskonzeption mehr Freiraum für die Ausbildung unterschiedlicher Spielertypen bieten.
Wenn wir alle gemeinsam unsere Hausaufgaben machen, damit meine ich vor allem die Landesverbände, den DHB und die HBL, dann können wir die Ausbildung junger Talente noch weiter voranbringen. Das hilft mittelfristig der Nationalmannschaft, aber auch den Bundesliga-Clubs und vor allem den Jugendlichen selbst sicher mehr als eine vorschnelle Quotenregelung. Ich freue mich schon jetzt auf den Länderpokal am übernächsten Wochenende und den Rookie-Cup Anfang April in Berlin. Zwei Veranstaltungen, auf denen wir mehr für die Jugendausbildung tun können als in regelmäßigen Diskussionen zum Anteil ausländischer Spieler in der Bundesliga.
Ihr Bob Hanning
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