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Bobs Welt
Bobs Kolumne
Wir feiern die Deutsche Meisterschaft
Liebe Handballfreunde,
ein gutes Gefühl allein reicht nicht, wenn dann allerdings über zwei Tage hinweg eine gute Mannschaftsleistung dazu kommt, dann kann man am Ende die Deutsche Meisterschaft feiern. Das gute Gefühl hatte ich bereits am Freitag, als ich mit der B-Jugend der SG Spandau/Füchse Berlin nach Baunatal zum Final Four um die Deutsche Meisterschaft gefahren bin. Wir waren gut vorbereitet, hatten uns ausführlich mit der TSV Hannover-Burgdorf als Halbfinalgegner auseinander gesetzt und die Jungs wollten diese Meisterschaft.
Vielleicht wollten sie zunächst ein wenig zu viel, denn richtig in Tritt kamen sie am Samstag gegen die Niedersachsen zunächst nicht. Das ist aber fast schon Jammern auf hohem Niveau, denn es gelang uns nur nicht uns abzusetzen. Bis zur Halbzeit hatten wir dann das Spiel im Griff, Max Kroll hielt auch mal wieder Weltklasse. Mit 31:25 zogen wir ins Finale ein und die Mannschaft schaute sich konzentriert das zweite Halbfinale zwischen Magdeburg und Minden an, am Ende zog Minden ins Finale ein. Gegen GWD spielten wir dann am Sonntag im Finale eine erste Halbzeit, wie sie besser nicht sein könnte. Ein stabiles Abwehrzentrum, dahinter ein sicherer Max Kroll und ein für den Gegner unberechenbarer Angriff, nahezu jeder Spieler trug sich in die Torschützenliste ein. Dass es nach dem 17:11 zur Halbzeit beim 26:24 nochmals spannend war zeigte, dass auch GWD nie aufgab und bis zum Schluss kämpfte. Meine Mannschaft ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen, am Ende feierten wir mit dem 29:26 die Meisterschaft.
Vermutlich hat sich am Ende die Routine durchgesetzt und das Training auf Profiniveau. Die Mannschaft war als Berliner Landesauswahl beim Länderpokal angetreten und beim Rookie-Cup konnte ich mit ihnen gegen die besten A-Jugendmannschaften arbeiten. Nach dem knapp verpassten Titel beim Länderpokal währte die Enttäuschung auch nur kurz, stattdessen wollten die Jungs dann eben die Deutsche Meisterschaft. Mein Respekt geht aber auch an die drei anderen Teams vom Wochenende. Minden hat sehr gut gespielt und eine große Qualität gezeigt, auch das Spiel um Platz 3 zwischen Burgdorf und Magdeburg war Werbung für den Handball-Nachwuchs. Wir hatten am Ende auch den Vorteil, dass wir keinen Haupttorschützen haben, sondern die gesamte Mannschaft Gefahr ausstrahlte. Kenje Hövels als Regisseur führte das Team zum Erfolg, außerdem wurden Max Kroll und Fabian Wiede zurecht als bester Torhüter und bester Spieler ausgezeichnet.
Jetzt gilt es für mich erst einmal ein Versprechen einzulösen. Am nächsten Wochenende wird die Mannschaft nach Mallorca fliegen und dort den Titel feiern. Immerhin der erste Titel seit der Wende, der nach Berlin geht. Trotz der Siegesfeier am Sonntag war ich natürlich mit einem Auge auch in Drama. Ich bin froh, dass die Nationalmannschaft als Aushängeschild für den Deutschen Handball am Ende souverän und sicher die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2011 in Schweden gepackt hat. Vor allem freue ich mich, dass unser Fuchs Silvio Heinevetter eine starke Leistung gezeigt hat. Es war also ein rundum gelungenes Wochenende.
Ihr Bob Hanning
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